Ein Feiertag. Kaum Verkehr auf der Bundesstrasse 13, doch daneben auf dem asphaltierten Radweg rollt langsam ein Polizeiauto. Warum?

   Die Erklärung liefert eine Gruppe von etwa fünfzig Personen, die auf dem Radweg marschieren und Plakate hochhalten. “Freiheit für Öcalan“ fordern sie. Am Ende der Marschierer noch einmal drei Polizeiautos.  Eine skurrile Szene: eine Demonstration der verbotenen kurdischen PKK in der bayerischen Pampa. Einziger Zuschauer: ein Storch auf Shoppingtour in den Ilmwiesen.

   Freiheit für den inhaftierten PKK-Führer Abdullah 'APO' Öcalan? Eine absurde Forderung mitten im privaten Kurdenkrieg des Obertürken Recep Tayyip Erdogan. Wenn schon Freiheit fordern, dann vielleicht für Selahattin Demirtaş, den Co-Chef der prokurdischen HDP-Partei, den Erdogans Justiz gerade verfolgt, wegen angeblicher Sympathien für die PKK....

-- ed