Wir veröffentlichen als Meinungsbeitrag folgenden Text, der uns per Email von einem Tierarzt-Leser zuging.

   Da ein großes Zentrum zur Halal-Schlachtung in Deutschland geplant ist, und offenbar Propagandamaterial im Umlauf ist, das diese Art der Tötung verharmlost und sogar als tierfreundlich darstellt, sehe ich mich genötigt, von meinen persönlichen Erfahrungen mit dieser brutalen, nicht tierschutzgerechten, Praxis zu berichten.

   Jeder Tiermedizinstudent in Deutschland muss ein Praktikum in einem Schlachthof absolvieren. Zu meiner Zeit waren dies sechs Wochen, die ich noch im alten Schlachthof  Berlin/Spandau, der mittlerweile geschlossen ist, hinter mich gebracht habe. Dort wurde auch geschächtet.

   Die Rinder, die ausgewählt wurden, hatten genau das gleiche Leben und genau den gleichen Transport hinter sich wie die Rinder, die nach Bolzenschuss-Betäubung entblutet wurden. Dass es diesen Tieren vorher irgendwie besser ging, wie behauptet wird, kann ich nicht bestätigen.

   Da ein Rind nicht freiwillig seinen Hals hinstreckt, wurden sie in eine riesige Trommel aus Metallgittern gesperrt und fixiert  (das Aussehen ähnelte einem Rhönrad, wie es früher als Sportgerät  populär war). Dann wurden sie in/bzw. mithilfe der Trommel auf den Rücken gedreht. Dies bedeutet einen unglaublichen Stress für die Tiere, da es eine völlig unnatürliche und ungewohnte Belastung ist. Mit einer Art Forke wurde ihr Kopf gestreckt. Dann betete der moslemische Schächter erst einmal mit seinem Messer, bevor er dem Tier den Hals durchschnitt.  

   Der Stress und die Angst, denen diese Tiere ausgesetzt waren, ist in keiner Weise mit Tötung nach einem Bolzenschuss zu vergleichen, da diese rasend schnell geschieht. Das Merkwürdigste aber war die anschliessende moslemische Fleischbeschau, die keinerlei wissenschaftlichen Maßstäben entsprach  (weshalb gleichzeitig auch eine deutsche Fleischbeschau vorgenommen werden musste).

   So wurden Tierkörper, die nach deutschem Recht völlig einwandfrei waren, vom moslemischen Schächter beispielsweise wegen einer winzigen Verklebung zwischen Lunge und Pleura abgelehnt, die auf keinerlei Krankheitszustand hindeutete. Tierkörper, die zwar vom moslemischen Schächter akzeptiert wurden, aber nach deutschem Gesetz nicht zum Verzehr geeignet waren, durften nicht genommen werden. So kam es mitunter vor, dass fünf Rinder durch Schächtung sterben mussten, bevor eines allen Ansprüchen genügte.

   Wäre diese Art der Tötung wirklich so tierfreundlich, wie es gewisse Gruppen suggerieren, warum werden dann unheilbar kranke,  leidende Tiere in den Tierarztpraxen nicht auf solche Art getötet?

    Es gibt in Deutschland ein Tierschutzgesetz. Keine religiöse Richtung sollte sich über dieses Gesetz hinweg setzen dürfen.  Niemand wird in Deutschland gezwungen, Fleisch zu essen, das nicht halal oder koscher ist. Und es gibt auch kein Grundrecht  auf Fleischverzehr. Wer so streng gläubig ist, dass er/sie alle religiösen Regeln befolgen will, dem sollte es keine Schwierigkeiten bereiten, auf Fleisch zu verzichten.

   Es gibt genug Länder in Europa, in denen das betäubungslose Töten völlig verboten ist, und mir ist nicht bekannt, dass dort die religiösen Minderheiten erheblich leiden.

 

Kommentar

In Deutschland ist schächten verboten. Theoretisch. Praktisch wird fleissig geschächtet, für Moslems ohne Betäubung. Die Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis erklärt sich auch daraus, dass der deutsche Nährstand daran interessiert ist, dass wenig halal-Fleisch importiert wird. Und welche Regierung legt sich schon mit einer Lobby von Landwirten und Moslems an ?

Übrigens: In vielen Städten gibt es halal-Metzger und Döner-Stände, bei denen auch Nicht-Moslems halal-Fleisch kaufen oder verzehren.

--ed