Drei Milliarden mehr für die Ukraine

 

So titelt die Süddeutsche Zeitung mittig auf ihrer Vorderseite (Freitag, 21.3.25). Offenbar eine wichtige Nachricht! Ukraine!

Bei näherer Betrachtung erscheinen die drei Milliarden allerdings ziemlich poplig. Würden die Deutschen hundert Euro pro Nase (mehr) spenden, um zu verhindern, dass der Iwan (in nicht zu ferner Zukunft) bei Slubice und Zgorzelec an der Oder oder bei Braunau am Inn steht, wären das über 8 Milliarden!

Liest man weiter in der SZ, so heißt es: „Mit dem Geld sollen unter anderem zusätzliche Luftabwehr-, Schutz- und Spezialausrüstung, Munition, Ersatzteile, Drohnen, geschützte Fahrzeuge, Panzerhaubitzen, Kampfpanzer und Schützenpanzer beschafft werden.“

Wurden die Ukrainer gefragt, ob sie dieses Zeug haben wollen? Vermutlich ja, denn sie brauchen dringend alles, sogar Verbandswatte. Wer soll das Zeug liefern? Deutschland natürlich, so kann man vermuten. Drei Milliarden (mehr) an Subventionen für die deutsche Industrie. Das Geld bleibt also im Lande und geht nicht in die Ukraine, wie die Überschrift suggeriert.

Würde das Geld nach Kiew fließen, koennten die Ukrainer vielleicht ähnliche (oder gar andere?) Produkte in Südkorea, Indien, Brasilien oder (Gott bewahre!) China kaufen, statt teure deutsche Edelware. Aber nein, deutsche Besen kehren ja am besten! Die Ukrainer sind so dankbar für die deutsche Hilfe!

Heinrich von Loesch

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