Die neuesten Statistiken der OECD und des italienischen Statistikamts ISTAT verraten, dass es in der Altersgruppe von 25 bis 29 Jahren 579.000 Italienerinnen gibt, die weder einer Arbeit nachgehen, noch sich in Ausbildung befinden, sogenannte NEETS.

    Wie kommt diese Zahl zustande? Die OECD hat ermittelt, dass von den 1,38 Millionen Italienerinnen dieser Altersgruppe ganze 37 Prozent keiner Art von Arbeit oder Ausbildung nachgehen, nämlich die oben genannten 579.000. Von diesen sind 509.000 unverheiratet.

    Was aber tut diese halbe Million junger Italienerinnen besten Alters? Sitzen sie zuhause und lauern auf einen Prinzen, der sie freit und lebenslänglich Verantwortung für ihren Lebensunterhalt übernimmt (so nicht die Eltern ein reiches Erbe für sie hinterlassen) ?

    Selbst wenn man die Rolle des Heimchens am Herd für einen immer noch zeitgemässen Lebensentwurf hält – ohne einen Prinzen und möglichen Nachwuchs wirkt das Heimchen ziemlich unglaubwürdig.

    Kann sich Italien zu all seinen Problemen auch noch eine halbe Million Nichtstuerinnen leisten? In Wirklichkeit sind es mehr, denn in den Jahrfünften vor und nach der hier untersuchten Altersgruppe gibt es ebenfalls NEETS, wenn auch weniger häufig.

    Jedenfalls könnte Italien helfen, einen etwaig existierenden Frauenmangel in Europa zu bekämpfen. Warum in Thailand oder Russland suchen, wenn es im benachbarten Italien so viele reizende, vielleicht sogar gut kochende, Damen gibt, die auf einen Prinzen warten, notfalls auf einen betuchten Hyperboräer aus dem frostigen Norden?

Benedikt Brenner