Wir stehen vor einem „großen historischen Wendepunkt“ und schauen weg, meint der französische Sozialdemokrat. „Wir setzen unser Leben fort, als wäre nichts geschehen, während wir dabei sind, unsere Sicherheit zu verlieren“, empört sich Raphaël Glucksmann. Für ihn gibt es keinen Zweifel, dass „Wladimir Putins Ziel weit über die Ukraine hinausgeht“, so sehr, dass „wir in 2-3 Jahren vielleicht nicht mehr auf einem friedlichen Kontinent leben werden“.

„Wachen Sie auf aus diesem apathischen Schlaf!“, appelliert Raphaël Glucksmann an die europäischen Staats- und Regierungschefs. Er fordert sie auf, „eine Anleihe in Höhe von 500 Milliarden“ Euro aufzulegen, um die Verteidigung des Alten Kontinents zu finanzieren. „Wir sind jetzt für unsere Sicherheit verantwortlich“, betonte der Sozialdemokrat und forderte die EU-27 auf, nicht den Vogel ‚Strauß‘ zu spielen. Der Ko- Vorsitzende von Place  publique verteidigt auch die Beschlagnahme der „200 Milliarden russischer Staatsgelder, die gerade in unseren Banken eingefroren sind“, um sie für die Hilfe an die Ukraine zu verwenden.

Le Figaro

 

 

eFigaro 

 

 

Am 13. Februar erklärte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth, dass die Verteidigung der Ukraine von nun an in der Verantwortung der Europäer liege, da die USA in andere Probleme verwickelt seien.

Soweit ersichtlich, ist damit das Schicksal der Ukraine besiegelt. Nur Polen und die baltischen Staaten meinen es ernst mit der Hilfe für die Ukraine: Der Rest Europas drückt sich auf unterschiedliche Weise vor seiner Verantwortung.

Deutschland, die Niederlande, Dänemark und Großbritannien leisten nur so viel Hilfe, wie ihre nationalen Haushalte zulassen, ohne den gesetzlichen Rahmen zu sprengen. Frankreich, Italien, Spanien und Österreich leisten zwar verbale Unterstützung, aber kaum konkrete Hilfe.

Weder Pete Hegseth noch seinem Chef Donald Trump kann entgangen sein, dass die Ukraine kapitulieren muss, weil sich die Europäer hinter Haushaltsregeln und angeblich fehlender Rüstungskapazität verstecken, um nicht wirklich helfen zu müssen - im Gegensatz zu den Polen und Balten, die aus Angst vor Russland und aus Überlebenswillen ihr Militär mit viel Geld und Patriotismus aufbauen.

Niemand bezweifelt, dass die europäische Rüstungsindustrie in einem erbärmlichen Zustand ist.

Aber Europa sollte sich nicht hinter seiner angeblichen Unfähigkeit verstecken, schnell und gut zu liefern, was die Ukraine braucht. Es würde reichen, der Ukraine die Mittel in bar zu geben und es Kiew zu überlassen, die benötigten Rüstungsgüter zu kaufen oder selbst herzustellen.

Wahrscheinlich gibt es sogar einen weltweiten Schwarzmarkt für russische Waffen, der billig und schnell Gerät liefert, mit dem die Ukrainer ohnehin vertraut sind.

Aber Europa stellt sich arm und misstraut den Ukrainern.

Ein Fehler, den man nur einmal macht.

Heinrich von Loesch
 
President Donald Trump announced Wednesday on /Truth Social that he spoke with Russian President Vladimir Putin for the first time since being sworn into office. During the 90-minute call and on social media, Trump signaled a shift in U.S. policy that would retreat from the strong support of Ukraine seen during Joe Biden’s administration. 

This marks a definite shift in Russia’s war against Ukraine—with a potential deal between the U.S. and Russia that would have lasting benefits for Putin as he’s given the green light to continue the annexation of the sovereign country he invaded in 2022.

“I just had a lengthy and highly productive phone call with President Vladimir Putin of Russia,” Trump said in his post. “As we both agreed, we want to stop the millions of deaths taking place in the War with Russia/Ukraine. President Putin even used my powerful Campaign motto of, ‘COMMON SENSE.’ We both believe very strongly in it. We agreed to work together, very closely, including visiting each other’s Nations. We have also agreed to have our respective teams start negotiations immediately, and we will begin by calling President Zelenskyy, of Ukraine, to inform him of the conversation, something which I will be doing right now.” 

Not only did Trump say that he’d begin negotiations “immediately” between the U.S. and Russia, but he also referenced Putin’s use of Trump’s “power campaign motto” of “common sense.” 

How does Trump not see that Putin knows how to get what he wants by playing to Trump’s fragile ego and need to be seen as an influential strongman

An hour later, Trump posted that he had, indeed, spoken with Ukrainian President Volodymyr Zelenskyy, saying on Truth Social that Zelenskyy agreed that Ukraine “wants to make PEACE.”

“It is time to stop this ridiculous War, where there has been massive, and totally unnecessary, DEATH and DESTRUCTION,” Trump added. “God bless the people of Russia and Ukraine!”

Zelenskyy took to X after the phone call and said in a video statement, “We believe that America’s stretch is sufficient to pressure Russia and Putin into peace.” 

 
 

Coincidentally, Trump’s announcements came shortly after the U.S. Department of Defense announced it would capitulate to Russia in drawing Ukraine’s borders. On Wednesday, Defense Secretary Pete Hegseth said that Ukraine’s pre-invasion borders were “an unrealistic objective” and an “illusionary goal” during his first trip to meet with NATO in Brussels.

 

 


Putin's Ukraine

The End of War and the Price of Russian Occupation

After three years of grinding war, many of Ukraine’s partners are pushing for a cease-fire with Russia. But Ukrainians remain deeply resistant to these calls for negotiation, not only out of a sense of patriotism but also “because they know there is little chance of survival under Moscow’s rule,” writes the journalist Nataliya Gumenyuk in the forthcoming issue of Foreign Affairs.

Even now, with Ukraine facing mounting casualties and ammunition shortages, “most Ukrainians see continuing to fight as incomparably better than the terror of Russian occupation,” Gumenyuk writes.

BILD quotes Carlo Masala, a professor of international politics at the Bundeswehr University of Munich, who is confident that Putin will try to keep all the occupied territories, avoid further sanctions, and try to attack again in a few years.

"European security forces will not stop him from launching another attack on the rest of Ukraine in a few years. Thus, Putin has won this war. He has achieved that the Americans have withdrawn from this conflict," Masala added.
 
 
 Trump wasted no time leveraging U.S. foreign aid to Ukraine in exchange for $500 billion of its mineral reserves...I think Zelenskyy thinks he will get weapons from Trump (but) I think Trump wants Zelenskyy to pay for all the military aid the US has given Ukraine but no new weapons are coming.
 
 
 
 Trump claimed on Monday that Kyiv had already “essentially agreed” to a rare earth deal worth half a trillion dollars. “I told them that I want the equivalent of like $500 billion worth of rare earth [minerals], and they’ve essentially agreed to do that,” Trump said in a Fox News interview“
We need to recoup those costs and that is going to be a partnership with the Ukrainians in terms of their rare earths, their natural resources, and their oil and gas,” US National Security Adviser Mike Waltz said in an interview on Sunday.
 
But accessing the elements may be difficult, as many of the country’s known mineral deposits are located in Russian-occupied territory, according to CES..    

 

 

 

 

Die zweite Trump-Ära glänzt mit enormem Unterhaltungswert. Endlich tut sich etwas! Statt langweiliger Ukraine- und Nahost-Nachrichten, echte Neuigkeiten:

-- Panama verweigert US-Regierungsschiffen angeblich kostenlose Durchfahrt.

-- Das ist kein Scherz": Rubio bestätigt Trumps Absichten, Grönland zu kaufen, als echt

-- Israel bereitet die "freie" Abreise von Palästinensern aus dem Gaza-Streifen vor. der nach Trumps Vision in eine Riviera des Nahen Ostens verwandelt werden soll

 -- Eine Gruppe von Musk-Jünglingen blockiert den Eingang zur USAID-Behörde, schickt die Beamten weg und erklärt die Behörde für geschlossen.

-- Trump-Administration entwirft Durchführungsverordnung, um die Abschaffung des Bildungsministeriums einzuleiten

-- Trump-Regierung wird voraussichtlich EPA-Mitarbeiter für Umweltgerechtigkeit und Bürgerrechte in den Verwaltungsurlaub schicken.

 

Ein guter Anfang! Vielleicht sollte sich Deutschlands künftiger Kanzler am Vorbild Trump orientieren und mehr Unterhaltungswert in die Berliner Politik bringen...

 

Burkhart Fürst

 


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Der Madagaskarplan 

war eine vom nationalsozialistischen Regime Deutschlands zu Beginn des Zweiten Weltkrieges kurzzeitig verfolgte Erwägung, vier Millionen europäische Juden auf die vor der Ostküste Afrikas gelegene Insel Madagaskar, damals eine französische Kolonie, zu deportieren. Der antisemitische Plan wurde nach der Niederlage Frankreichs im Juni 1940 im Reichssicherheitshauptamt (RSHA) und im Auswärtigen Amt des Deutschen Reiches ausgearbeitet. Er wurde allerdings nie umgesetzt, insbesondere wegen des Seekrieges gegen Großbritannien und der damit nicht vorhandenen Hoheit über die entsprechenden Seewege.

 

Der Puntland-Plan

Die Trump-Regierung erwägt drei potenzielle Ziele für die Aufnahme von Flüchtlingen aus dem Gazastreifen, nachdem Präsident Donald Trump angekündigt hatte, dass die USA planen, den Gazastreifen zu übernehmen und die dort lebenden Menschen umzusiedeln, um das Gebiet wiederaufzubauen, berichtete N12 am Mittwoch.

Dem Bericht zufolge handelt es sich bei den in Frage kommenden Gebieten um Marokko, Puntland und Somaliland.

Dem Bericht zufolge haben diese drei Länder gemeinsam, dass sie dringend auf die Unterstützung der USA angewiesen sind, da Somaliland und Puntland die internationale Anerkennung anstreben und Marokko einen anhaltenden Territorialstreit um die Westsahara hat.

 

Israel erwägt, Gaza-Bewohner nach Puntland zu schicken - und der somalische Staat könnte dafür offen sein
Palästinenser sagen, sie hätten nicht die Absicht, in die bitterarme somalische Region zu gehen, in der der IS noch immer operiert
„Die Trump-Administration erwägt drei potenzielle Gebiete für die Aufnahme von Flüchtlingen aus dem Gazastreifen, nachdem Präsident Donald Trump angekündigt hatte, dass die USA planen, den Gazastreifen zu übernehmen und die dort lebenden Menschen umzusiedeln, um das Gebiet wiederaufzubauen, berichtete N12 am Mittwoch.
„Dem Bericht zufolge handelt es sich bei den in Frage kommenden Gebieten um Marokko, Puntland und Somaliland. 
Somaliland bemüht sich um die Anerkennung als unabhängiges Land. Es gab erste Berichte, dass die Trump-Administration Somaliland anerkennen könnte. Und die Aussicht darauf ist es, die die Abgeordnete Ilhan Omar nachts wach hält.
Somalia und seine verschiedenen regionalen islamistischen Verbündeten haben alles daran gesetzt, die Bemühungen Somalilands um den Aufbau von Beziehungen zu anderen Ländern zu blockieren. Nachdem sie die Bemühungen um ein Abkommen zwischen Somaliland und Äthiopien vereitelt hatten, sahen sich die Somalier mit der wachsenden Unterstützung der Republikaner für Somaliland konfrontiert.
Die Gründe für die Anerkennung Somalilands sind einfach. Es ist seit 30 Jahren de facto ein unabhängiges Land, und die Vorstellung, dass es ein „geeintes“ Somalia gibt, ist ohnehin weitgehend ein Mythos.
 

Puntland ist eher eine gemischte abtrünnige somalische Provinz, und wie in Somaliland ist auch hier Clan-Politik im Spiel. Die Trump-Administration hat kürzlich Luftangriffe gegen den Islamischen Staat in Puntland durchgeführt. Es gibt also eine Beziehung.
Sowohl Somaliland als auch Puntland haben zusammen eine Bevölkerung von etwa 10 Millionen Einwohnern. Ich weiß also nicht, wie viele Menschen sie aus dem Gazastreifen sie aufnehmen könnten, aber die Anerkennung der USA gegen Menschen aus dem Gazastreifen einzutauschen, ist ein interessanter, unkonventioneller Gedanke.
Und ich kann mir nichts vorstellen, was die Abgeordnete Ilhan Omar noch wütender machen würde.
 

 

 


Um die Palästinenser und ihr Schicksal kümmert sich niemand auf der Welt. Weder die arabischen Brüder, weder die Amerikaner, weder die Europäer, noch der Iran und nicht einmal die Hamas, niemand. Ihr Schicksal ist meiner Meinung nach besiegelt.

 

 

Die Grüne Jugend verlangt:

"Aufnahmeprogramme & sichere Fluchtrouten   Um Menschen vor noch mehr traumatischen Erfahrungen und den damit einhergehenden psychischen Belastungen zu schützen, müssen sichere Fluchtwege geschaffen werden. Alle Menschen sollten das Recht haben, auf ihrem Fluchtweg keinen Gefahren durch Schlepper, Grenzstaaten oder dem Mittelmeer ausgesetzt zu sein. Gerade besonders vulnerable Gruppen wie Frauen, Minderjährige, Schwangere oder behinderte Menschen könnten so eine Chance auf Sicherheit bekommen. Dafür müssen die Personalkapazitäten der deutschen Auslandsvertretungen dringend ausgeweitet werden und zivile Seenotrettung bis zu einer koordinierten europäischen Seenotrettung finanziert werden. Positive sind dafür ebenfalls die bereits bestehenden Aufnahmeprogramme, die aber aktuell auf Grund von Barrieren nicht genug Wirkung entfalten."

 

Während sich die europäischen Regierungen bemühen, die Einwanderung zu begrenzen, fordern die Jungen Grünen das Gegenteil: Hilfe für Flüchtlinge und Erleichterung der Einwanderung. Damit stellen sie sich gegen das „Volksempfinden“, das wohl überall in Europa die Einwanderung - vor allem die illegale - eindämmen will.

Beide Seiten bringen starke Argumente vor: Die Fremdenfreundlichen fordern Menschlichkeit und selbstlose Hilfe im Umgang mit Einwanderern; die Fremdenfeindlichen sind der Meinung, dass es bereits zu viele störende (Ostdeutschland!) Ausländer im Land gibt. Europa sei zu klein und könne daher unmöglich den Überschuss an Menschen aus Asien, Afrika und Lateinamerika aufnehmen.

Welche der beiden Seiten hat Recht?

Es gibt noch einen Mittelweg zwischen fremdenfreundlich und fremdenfeindlich, wie ihn z.B. Kanada, Australien und Neuseeland praktizieren: Einwanderung ja, aber nur von qualifizierten Arbeitskräften, die dem Land Gewinn bringen. Familienzusammenführung? Bedingt.

Europa würde wohl gerne den Mittelweg gehen, aber es mangelt an qualifizierten Kandidaten. Die Ukrainer sind eine besondere Klasse mit eigenen Regeln. Unter der Masse der nichteuropäischen Einwanderer stechen Ost- und Südasiaten positiv hervor, gefolgt von syrischen Ärzten, libanesischen Köchen und ägyptischen Gemüsehändlern. Aber die Masse der Einwanderer aus arabischen und afrikanischen Ländern, einschließlich ihrer Frauen und Kinder, sei eher eine Belastung für Europa.

Vielleicht ändert sich das ab der zweiten Generation, weil sie in der Regel bereits voll integriert ist. Für Politiker ist es schwierig, dies zu begreifen, nicht aber für die Jungen Grünen.

Burkhart Fürst