Matteo Renzi, der jugendliche Premier Italiens, bemüht sich mit Hartnäckigkeit, Pragmatismus und Spott, Italien zu reformieren. Wird ihm das Wunder gelingen, die Mauern der Beharrung zu schleifen? Seine Gegner im linken Flügel der eigenen Partei und in den Gewerkschaften lauern darauf, seine Reformen im besten Syriza-Stil rückgängig zu machen. Eine grosse Partie jedenfalls — wer wird sie gewinnen?

   Ganz anders steht es mit Aldi. Wenn der deutsche Discounter, wie er meldet, demnächst nach Italien geht, so ist das zwar eine relativ kleine Partie, doch der Gewinn ist sicher: für Italien und für Aldi. Die österreichische Aldi Süd -Tochter Hofer erklärte, sie wolle in „den nächsten Jahren“ in Italien Fuss fassen.

   Ein Erdbeben im Zeitlupenstil. Wenig Ereignisse könnten Italiens eingerostete Wirtschaft derart umkrempeln wie die Ankunft von Aldi. Gemeinsam mit dem Konkurrenten Lidl, der schon seit 1992 mit inzwischen etwa 600 Filialen in Italien agiert, könnten ein paar hundert Hofer-Filialen die Lebensmittelbranche zu einer Reform zwingen, von der Renzi nur träumen kann.

   In Grossbritannien haben die deutschen Discounter den Riesen Tesco und andere heimische Supermarktketten in Wanken gebracht. In Italien hat die französische Kette Carrefour schon jetzt schwer zu kämpfen; auch die zahllosen kleinen Ketten leiden seit Beginn der Krise 2009 unter dem Rückgang der Ausgaben für Lebensmittel und dem Trend der Verbraucher, sich die Discounter näher anzusehen.

   Ein Montag bei Lidl in der Via della Magliana in Rom. Der Parkplatz ist voll, einer der überall aktiven Bangladeschi stilisiert sich zum Parkhelfer und bietet Einkaufswagen ohne Münze an. Im Laden sind etwa die Hälfte der Kunden Italiener, der Rest Ausländer.

Vor dem Käseregal studiert ein italienisches Pärchen das Angebot und die pseudo-italienischen Eigenmarken: „Glaubst Du, dass die Mozzarella und die Ricotta gut sind? Sie kosten nur die Hälfte. Ob sie wirklich italienisch sind?“

   Deutsche Butter, o.k. Darf teurer sein als die italienische, unbegreiflicherweise. Aber deutsche Marmelade mit italienisch-griechischem Etikett?  Deutsche Schokolade, halb so teuer wie nebenan im Supermarkt? Es hat lange gedauert, bevor sich das Bürgertum in die deutschen Läden traute, sein Misstrauen überwand. Aber die Krise hat den Wandel erzwungen.

   Kein Problem für die Ausländer hier in diesem peripheren, bunt gemischten Viertel. Die zahlreichen Roma aus Osteuropa kennen und lieben Lidl. An der Kasse bezahlt eine mehrköpfige Roma-Familie mit eingerollten Kleingeld-Stangen. Die Kunden warten geduldig in der Schlange, während die ebenso geduldige Kassiererin die Röllchen aufmacht und die Münzen einzeln zählt. Ein grosser afrikanischer Ladendetektiv schaut, ob alles seine Ordnung hat.

   Warum würde Aldis Einstieg in Italien einen Erdrutsch auslösen? Weil Italiens Lebensmittelbranche ineffizient ist und von Rekord-Differenzen zwischen Erzeuger- und Ladenpreis lebt. Wer erwartet hatte, dass die Krise einen Preiswettbewerb der Supermärkte auslösen würde, sah sich weitgehend enttäuscht. Man erhöhte lieber die Handelsspannen und die Preise, als zu konkurrieren. Kein Wunder, dass Lidl und die wenigen einheimischen Discounter profitierten. Nicht auszudenken, was ein Wettbewerb zwischen Lidl und Aldi-Hofer bewirken würde.

   Laut italienischem Statistikamt ISTAT gab die durchschnittliche italienische Familie im Jahr 2013 pro Monat 2.360 Euro für Verbrauch aus,  also für Nahrung, Kleidung, Wohnen, Transport usw.  Davon entfielen 461 Euro auf Nahrung und Getränke, plus weitere 20-30 Euro für Nicht-Nahrungsmittel aus dem Supermarkt.

   Über ein Fünftel des Gesamtverbrauchs der Italiener geht also durch die Kassen der Supermärkte. Gelänge es Aldi, Lidl & Co, die Supermärkte zu zwingen, diese Ausgaben um ein Viertel zu senken, so wäre die Familie um 120 Euro im Monat reicher, was einem Kaufkraftzuwachs von 5 Prozent entspricht.

   Wenn man bedenkt, dass dafür mehrere Jahre und der Bau hunderter Läden erforderlich sind, sehen die 5 Prozent eher bescheiden aus. Das sind sie aber nicht, denn zwei Drittel oder mehr der Verbrauchsausgaben sind durch Fixkosten wie Wohnung, Ausbildung und Transport gebunden. Betrachtet man das frei verfügbare Einkommen, dann werden aus den 5 Prozent Kaufkraftzuwachs leicht 15 Prozent, bei Familien mit niedrigem Einkommen sogar mehr.

   Da Rentner, Arbeitssuchende, prekär Beschäftigte und Personen, die es aufgegeben haben, Arbeit zu suchen, zusammen nicht nur mehr als die Hälfte der Italiener, sondern auch potentielle Discounter-Kunden darstellen, kann man die Rolle von Aldi, Lidl & Co kaum überschätzen.

   Premier Matteo Renzi wäre jedenfalls gut beraten, Aldi und möglichen anderen Discountern den roten Teppich auszurollen. Sie können ihm eine seit Jahrzehnten von Christdemokraten und Berlusconi verschleppte,  überfällige Reform des Lebensmittel-Einzelhandels liefern, ohne dass es ihn ausser dem üblichen Streit mit den Gewerkschaften auch nur einen Euro kostet.

Benedikt Brenner

 

   Nach einem Besuch des Jüdischen Museums Berlin vor etlichen Jahren machte ich mich auf die Suche nach den Spuren meines Onkels Anton Mayer und entdeckte, dass er als "Halbjude" zwar verfolgt und ermordet wurde, aber in keinem Holocaust-Register erwähnt wird. Ich besuchte seinen letzten Wohnort Kleinmachnow vor den Toren Berlins und fragte im Rathaus nach dem alten Einwohnerregister. Man antwortete mir, man könne mir zu Anton Mayer nichts sagen, die Gemeinde habe kein altes Register mehr; ich solle es beim Land Brandenburg versuchen. Ich schrieb das Land an; man antwortete, man wisse nichts über Anton Mayer.

   Jahre später fand ich in www.berlinstreet.de/2033 einen Artikel " Das Schicksal der Berliner Juden während der Nazizeit" und schrieb dazu folgendes:

 

KOMMENTARE:

 

  1. Heinrich von Loesch am 6. Februar 2013 um 12:49 Uhr

    Mein Onkel muetterlicherseits Anton Mayer, Schriftsteller, zuletzt wohnhaft in Kleinmachnow, wurde nach Theresienstdt verschleppt und dort 1944 ermordet : »an Lungenentzuendung verstorben« laut Mitteilung des KZ an meine Tante Selma Mayer, geb. Fuerst.

    Anton Mayer, Roman- und Musikschriftsteller, war Freund und zeitweise Finanzier von Rudolf G. Binding. Aus einer Leipziger Bankiersfamilie stammend, war er kgl. Saechsischer Dragoneroffizier im I. Weltkrieg. Nach der Inflation verarmt, schrieb er gerne preussische Heldenbiografien. Als »Halbjude« hinterliess er keine Spuren in den offiziellen Dokumentationen des Holocaust. Kleinmachnow weiss nichts von ihm; auch das Land Brandenburg kennt ihn nicht. Traurig, dass ein so bedeutendes Mitglied des Berliner Kulturlebens spurlos verschwunden ist. Als sein Neffe scheint mir, dass ich der Letzte bin, der sich an ihn erninnert. 

   Um etwa die gleiche Zeit hatten jedoch ein paar junge Aktivisten in Kleinmachnow eine sehr lobenswerte Initiative "Stolpersteine" gestartet, deren Existenz ich erst kürzlich entdeckte.

Spuren der Nachbarn - Nachrichten Potsdam-Mittelmark

www.pnn.de/pm/643368/

Sechs neue Stolpersteine erinnern an Kleinmachnower Opfer des NS-Regimes

Kleinmachnow - Die kleinen Steine erinnern an deportierte und ermordete Juden, oder an solche, die trotz Verfolgung überlebten. Bei Arnim Friedenthal ist der Fall komplizierter: 1927 in Berlin geboren, lebte er mit seiner Mutter, einer Nicht-Jüdin, während der NS-Zeit im Elsternstieg 18 in Kleinmachnow. Immer wieder gab es Razzien der Gestapo in dem Haus, immer wieder wurde der Junge von Nachbarn gewarnt, konnte sich bei ihnen verstecken. Doch als die Jahre voller Angst für ihn vorüber waren, starb er 1946 mit nur 19 Jahren an einer schweren Krankheit.

Am gestrigen Donnerstag verlegte der Kölner Künstler Gunter Demnig für Friedenthal und fünf weitere Kleinmachnower Juden je einen Stolperstein. Mittlerweile gehören die kleinen Messingplättchen im Boden fest zum Kleinmachnower Ortsbild, ihre Zahl ist jetzt auf 21 angestiegen. „Anfangs hat es viel Überzeugungsarbeit gekostet, einige Hauseigentümer wollten zunächst keine Gedenksteine vor ihren Häusern haben“, erinnert sich Martin Bindemann, Diakon der evangelischen Jungen Gemeinde, der das Projekt in Kleinmachnow 2005 initiiert hat. Und auch heute noch missfallen die Gedenksteine offenbar einigen Kleinmachnowern: Im Vorfeld eines Rundgangs entlang der 16 bereits seit 2009 verlegten Steine am vergangenen Samstag war an einigen Stellen Laub und Dreck drübergekehrt worden – obwohl die Arbeitsgruppe sie zuvor extra poliert hatte. Vor anderthalb Jahren wurde sogar ein Stein gestohlen, er ist aber inzwischen ersetzt worden.

Um eben solchen antisemitischen Tendenzen etwas entgegenzusetzen, engagieren sich die beiden 18-jährigen Schülerinnen Astrid Husemann und Lisa Apelt in der lokalen Arbeitsgruppe Stolpersteine, die die Geschichte der deportierten und ermordeten Juden recherchiert. „Bei einer Reise nach Isräl wurde mir bewusst, wie präsent der Holocaust dort für die Menschen noch ist“, erklärt Astrid Husemann. Das habe sie nicht losgelassen, in der Arbeitsgruppe forschte sie zu den Lebensdaten von Samuel Stern. Er wohnte auf der Drift 11, von dort wurde er 1942 im Alter von 74 Jahren nach Theresienstadt deportiert und wenige Wochen später ermordet.

Viel mehr lässt sich über die Verfolgten oft nicht herausfinden, die Nazis hatten 1945 viele Akten vernichtet, die meisten Zeitzeugen, Nachbarn etwa, leben längst nicht mehr – oder zumindest nicht mehr in Kleinmachnow. Aber es gibt Ausnahmen wie etwa Andrea Blancke. Sie gab der Stolpersteingruppe vor vier Jahren den entscheidenden Hinweis zu Anton Mayer, der 1944 im Konzentrationslager Neuengamme bei Hamburg umkam. Weil sein Name häufig vorkommt, tappten Bindemann und seine Mitstreiter lange im Dunkeln. Dabei war der Kunsthistoriker Mayer Schriftsteller, einige Hinweise auf sein Leben finden sich in seinem Buch „Der Göttergleiche“. Doch Aufschluss gab erst die Freundschaft von Blanckes Mutter mit Mayers Frau Anselma Fürst. (gefettet von mir)....Ariane Lemme

 

  Meinen herzlichen Dank an die jungen Leute, die erreichten, was mir nicht gelungen war: Anton Mayers Spuren zu finden. Vielleicht findet sich ja einmal ein junger Wissenschafter, der sich des Werks Anton Mayers als eines bedeutenden Musikschriftstellers und Freundes von Rudolf G. Binding annimmt.  Hier der Begleittext zu dem Stolperstein in Kleinmachnow:

Dr. Anton Mayer wurde am 22.4.1879 in
Berlin geboren. Er wohnte freiwillig in Kleinmachnow in der Kurmärkischestraße 60 (heute: Rudolf-Breitscheid-Straße). Er war Schriftleiter einer Zeitung und Musikwissenschaftier und sehr bekannt unter seinem Synonym Johannes Reinwaldt. Seine Frau hieß Anselma Mayer (geborene Fürst).
Am 19.12.1944 starb er an einer Brustfellentzündung im Konzentrationslager Neuengamme. Seine Häftlingsnummer war 66654.

    Zu dem Kurz-Bio kann ich ergänzen:

   Es war Weihnachten 1944, als das Telegramm von dem KZ ankam. Tante Selma (Schwester meiner Mutter) war nach Antons Verhaftung bei uns auf Schloss Hagenberg in Oberösterreich zu Besuch. Zu dritt gingen wir zur Post um das Telegramm abzuholen -- Tante Selma, meine Mutter und ich. Als wir wieder im Freien waren, öffneten die Damen das Telegramm. Tante Selma weinte, meine Mutter sagte: "Die Schweine, sie haben ihn umgebracht!"  Dann weinten beide.

   Onkel Anton war nicht nach Kleinmachnow gezogen, weil es dort so schön war. Nachdem ihm die Reichsschrifttumskammer Schreibverbot erteilt hatte, hielt er sich nur mühsam über Wasser, notierte beispielsweise die Kochrezepte meiner Mutter um sie zu veröffentlichen. Er konnte sich Berlin nicht mehr leisten und zog nach Kleinmachnow, was keine gute Idee war, denn dort wurde er laut Tante Selma wegen "meckerns" denunziert.

   Ob er von Theresienstadt nach Neuengamme oder direkt dorthin kam, weiss ich nicht.  Die offizielle "Todesursache" sagt wenig aus:  in Neuengamme wurden schwache und kranke Häftlinge mit Benzinspritzen ermordet.

Heinrich von Loesch, Mai 2015

 

The fate of the Rohingyas only recently came to worldwide attention because of their suffering as boat people floating in the Andaman Sea. In Europe, only Turkey had consistently watched and reported on the Rohingyas' fate. Dr. Habib Siddiqui is closely following the events. (Ed)

 

   In recent weeks, Rohingyas stranded in rickety boats in the seas of Southeast Asiahas caused international alarm. There are several thousand of these migrants in boats off the coasts of Thailand, Malaysia and Indonesia with dwindling supplies of food and water. Nicholas Kristof of the New York Times calls it ‘a scene of a mass atrocity.’ If the seas will not kill them, starvation will.

   According to Tom Andrews, a former member of Congress who is president ofUnited to End Genocide, “The Andaman Sea is about to become a floating mass grave, and it’s because of the failure of governments, including our own, to do what is necessary.”

   In spite of their sad plight, these fleeing refugees are denied temporary shelter in any of these ASEAN countries.  “Not only is there not a search-and-rescue operation going on right now — with thousands out to sea — but governments are towing these people out from their shores back to open sea, which is tantamount to mass murder,” says Tom Andrews.

   It is estimated that some 130,000 of them have fled by boat their ancestral home in the Rakhine state of Myanmar (also known as Burma) since mid-2012, and many – probably thousands – have succumbed to death just trying to do so. Many Rohingyas were smuggled or trafficked to Thailand and held in camps until they paid hefty sums of money to reach the Malaysian border, which has been a favorite destination for these migrants that has already housed some 45,000 of them; but now the Malaysian government has ordered its navy to repel them from its borders.

   The Rohingyas have been fleeing Buddhist Burma for quite sometime. Soon after Burma’s independence many Rohingyas were “compelled to leave their ancestral homes as a result of a deliberate Burmese policy to remove them.” Massacres by armed forces occurred on 10 and 11 November 1948, and the military told surviving Rohingyas that unless they vacated Maungdaw and Buthidaung (northern Rakhine towns close to Bangladesh, then East Pakistan) they would be tortured and butchered like animals and that they were appointed to wipe out the Rohingyas from Maungdaw and Buthidaung. [Reference:  Confidential Records Branch CRiV-10/51 in the National Archives of Bangladesh.]

   Soon after the military came to power in 1962, largely since the 1970s the condition of the Rohingyas worsened as a result of a plethora of state policies that are brutal, savage and an anathema to everything we consider moral, noble, right, fair and decent in our time. Not a single of the Articles enshrined in the Universal Declaration of Human Rights is honored by the Buddhist government in its treatment of the Rohingya people. Most of them who had hitherto enjoyed full citizenship under 1948 legislation did not receive new IDs. Through its 1982 Citizenship Law, the Burmese government had effectively made them stateless in their own country with no rights and made them the most persecuted people on earth. As a result of such unfathomable violations of human rights, a majority of the Rohingya have ended up living as refugees or unwanted people in many parts of our world, especially, Saudi Arabia, Pakistan, Bangladesh and the Gulf States.

   The repression of the Rohingyas has gradually intensified since the relaxation of international embargo on President Thein Sein’s government in 2011. In June and October 2012 there were large scale ethnic cleansing drives on Rohingyas in the Rakhine State to exterminate or drive them out of the country. Hundreds of thousands lost their homes, which were destroyed by the marauding and genocidal Buddhists with support from the local and central government and the racist politicians and monks. Some 140,000 of them are now forced to live in concentration camps. To make things worse for the persecuted Rohingya, the government in March revoked white cards - or "temporary registration certificates" - that had been issued to hundreds of thousands of Rohingyas. This meant that they no longer have the right to vote in upcoming elections in November.

In the last few days alone, dozens of Rohingya homes and boats were burned down by racist Buddhists and government security forces in northern Muslim majority areas of the Rakhine state further escalating the crisis and pushing them to the brink of despair. It is not difficult to understand why some 3500 of them are now in the seas of the Southeast Asia.

   In utter desperation, the Rohingya have become the stranded boat people of our time. Aptly put, they are forced to brave death at sea to escape 'open-air concentration camps' inside Myanmar. Like the Jews on-board the SS St. Louis, fleeing Hitler’s Germany in 1939, who were denied landing in Cuba and the USA, the Rohingyas are denied landfall today.

   Obviously, we have learned nothing from the experiences of those returning Jews of the SS St. Louis, many of them dying in the Jewish Holocaust!

The Rohingya caseIn spite of being the first settlers to the land of Arakan (now called Rakhine state) of Burma, the Rohingya people are described as outsiders simply because of their race and religion. They are denied political identity and have no say within today's Myanmar. All their historical ties to the land are demolished one after another as part of a very sinister plan so as to make them appear as outsiders, mostly from nearly Bangladesh. The historical name of Arakan has been changed to Rakhine state to reflect its majority Buddhist ethnic group. The capital city Akyab (a Persian name given by the Muslims) has been changed to Sittwe. Many such changes have been taking place to alter and distort its rich historical past as a region of inclusiveness, multi-culture and plurality. Centuries-old mosques continue to be destroyed and/or demolished as part of this concerted criminal ploy to obliterate or tarnish Arakan’s rich past and transform its present.

   In the midst of this rapidly worsening condition of the Rohingyas, a high level 3-day conference to end Myanmar’s persecution of the Rohingya people is scheduled to open on May 26 in Oslo, Norway. State Secretary Morten Høglund from Ministry of Foreign Affairs and Ola Elvestuen, Deputy Leader of the Liberal Party (Venstre) will contribute to the discussion of the plight of the RohingyasAt the conference, iconic leaders from diverse backgrounds including George Soros, Nobel Peace laureates Mairead Maguire, Desmond Tutu, and José Ramos-Horta, and the former prime ministers of Malaysia and Norway - namely Tun Dr Mahathir Mohammad and Kjell Magne Bondevik - will join hands with the representatives of the two generations of Rohingya refugees and activists as well as international human rights researchers and scholars of genocides and mass atrocities.Tomas Ojea Quinta and Yanghee Lee, former and present UN Special Rapporteurs on the situation of human rights in Myanmar, respectively, will also share their expertise with the audiences and other participants. Dr. Maung Zarni, a human rights activist and co-author of the journal article, “The Slow Burning Genocide of Myanmar’s Rohingya” will also share his views. [While I was invited, I declined because of a conflict of schedule, which won’t permit me to make the trip to Oslo.]

   What can we do to stop the plight of the Rohingya people, especially their desperate maritime movements?  Finding the solution must start with Myanmar. Lately, the U.N. human rights chief Zeid Ra'ad Al Hussein has stated, "Until the Myanmar government addresses the institutional discrimination against the Rohingya population, including equal access to citizenship, this precarious migration will continue."

And yet, the Myanmar government is in the denial of the very existence of ‘Rohingya.’ It considers the Rohingyas as the ‘Bengalis’ who had intruded from Bangladesh and refuses to attend a May 29 regional meeting with officials from 15 countries to solve the crisis. Zaw Htay who heads the office of Myanmar President Thein Sein said on Friday that Myanmar's government "will not attend a regional meeting hosted by Thailand if 'Rohingya' is mentioned on the invitation". What arrogance! And the sad reality is many of the states, including the USA, are caving in to such arm-twisting tactics of the rogue regime.

   It is important that the world community presses Myanmar to stop her persecution of the Rohingya people. As I noted before, ASEAN is partly responsible for ignoring the problem too long, which has now become a wider humanitarian crisis. It can’t afford closing its eyes like an ostrich to the crisis any more. It has a moral imperative - if not a legal requirement - to allow migrants to take shelter. It is understandable that some countries may be unwilling to act because by doing so they are more likely to be exposed to the principle of non-refoulement, whereby refugees cannot be forcibly returned to places where their lives or freedoms may be threatened. UN Secretary-General Ban Ki-moon in May 2015 urged governments in the region to remember their obligations to keep their borders and ports open to abandoned people at sea and to ensure that "the prohibition on refoulement is maintained". 

“I am appalled at reports that Thailand, Indonesia and Malaysia have been pushing boats full of vulnerable migrants back out to sea, which will inevitably lead to many avoidable deaths. The focus should be on saving lives, not further endangering them,” U.N. human rights chief Zeid Ra'ad Al Hussein said.

   He said the latest report of the Thai navy forcing a boat carrying several hundred people back out to sea after supplying it with provisions was “incomprehensible and inhumane".

   I hope the Oslo Conference succeeds in mobilizing the world community to stop the persecution of the Rohingya people of Myanmar, including finding temporary homes for those stranded migrants in the seas. They need all our help before it is too late and we are forced to hear the same old tired statement of past generations of genocide apologists — “we didn’t know.”

Habib Siddiqui OVI magazine

 

Update

Yielding to international pressure, some countries have in the meantime agreed to accept boat people "temporarily".  In densely populated Southeast Asia, the refugees do not seem to arouse much empathy even in Islamic countries such as Indonesia and Bangladesh. Among the boat people not only Rohingyas are found. There are also Bangladeshi on the ships since the border between Myanmar and Bangladesh is porous and nationality documents can be obtained at a bribe. 

Indonesia estimates there are about 7,000 boat people currently afloat of whom roughly one third are Rohingya, the others being Bangladeshi. According to what Indonesia told Julie Bishop, the Australian Foreign Affairs minister, these boat people are neither refugees nor asylum seekers but migrant labor looking for work in Malaysia. 

The Australian Social Services Minister, Scott Morrison told the Guardian that resettlement would not solve the Rohingya problem because of the large size of the minority in Myanmar, estimated at 1 million. (Ed)

For more years than most observers care to remember, the Middle East was a boiling pot with actors and events often defying common logic. Small wonder that all sorts of conspiracy theories flourished. This piece by an unidentifiable author constitutes an amusing attempt to ascribe political trends to the alleged transcendental efforts of some major actors. (Ed)

 

   The Middle East crisis was initiated with the clash between two poles, each with high global potential and a strategic importance in the world.
The Western pole involved the new conservative of George W Bush Jr and what he stood for, while the Eastern pole involved Ahmedi Nejad (Mahmoud Ahmadinejadand Hizbullah.

     If you observe the Middle East crisis in order the to understand the reasons and the reactions of the chain of events taking place there from the Khomeini revolution in Iran to Iraq's invasion, the Lebanon crisis to the upheaval in Turkey, Yemen, Jordan and Egypt, you will see that there is a definite trend of events that has led to the crisis in Middle East.

     George W Bush's Neo Conservative party supported the Constructive Chaos Theory and very passionately tried to implement it in order to manipulate events to serve a biblical purpose. They wanted to expedite the process of the second coming of Jesus in association with the end of days. In contrast, Ahmedi Najad and Hizbullah followed another ideology whose objective was to speed up the coming of Imam Mehdi, al Wali al Faqih that the Shiites believed in. This concept is shared by most of the Muslims all over the world who have their own beliefs based on this ideology.

     On the other hand, the Jewish state of Israel has its own concepts; they strive to make use of this conflict by amplifying its results to achieve their own goal of re-building the Temple of Solomon on the ruins of Al-Aqsa Mosque so that they can emerge as the chosen nation of God.

     This is a highly complex issue and many strategy consultants Middle East have tackled this subject by doing comparative studies and interpreting them based on the prophesies and beliefs based on the end of days.

     In the eyes of many political consultants, each nation is trying to speed up the process of the coming of their savior by initiating "constructive chaos" in the region of Middle East to achieve their goal. Many people have also observed the comments made by Ahmedi Najad in public to Hosny Mubarak and criticized him for using excessive force on the protestors and demonstrators even though similar demonstrations were dealt in the same manner in Tehran.

     Also it is witnessed that there is clear Iranian support to Hizbullah in Lebanon, al Hythiene (Houthis?) in Yemen and Hamas in Palestine. This has also helped Iran as it serves as a hindrance to any military strike to stop their nuclear program. Israelis may also get some benefit from this chaos which can serve them to go ahead with their plan to recreate Solomon's Temple.

     Arabs have a chance to enjoy democracy if they learn from the past and it might end up with a positive outcome.

 

 

About the Author

Juhanah Abir is a political consultant working forhttp://i-strategic.com/services/

http://www.artipot.com/articles/1883727/the-middle-east-crisis.htm

 

   J'ai passé une I.R.M. (imagerie par résonance magnétique) ce matin !

   Mon voisin dans la salle d'attente me disait que nous avions bien de la chance d'être en France parce que tout est gratuit !
« Aux Etats-Unis, me disait-il, nous devrions payer ! »

   Certes, pensais-je, mais aux Etats-Unis, on paye après et pour soi ! Alors qu'en France, on a payé d'avance et aussi pour les autres : En fait, une moitié des français paye pour tous et ce dès la première année de travail.

   Ce qui fait qu'un américain moyen, arrivé à la quarantaine a suffisamment d'argent pour aider son voisin, alors qu'un français moyen de quarante ans, sans même parler d'aider son voisin, n'a tout simplement pas la possibilité d'aider à l'installation de ses propres enfants.

   C'est toute la différence entre les U.S.A. et la France : Solidarité choisie d'un côté (Comme Bill Gates ou Warren Buffet qui ont choisi de distribuer une partie de leur fortune aux plus démunis), solidarité subie de l'autre !    Avec une conséquence en forme d'effet pervers sur l'immigration : Les migrants les mieux formés choisissent les Etats-Unis, pour « faire fortune », et les migrants démunis choisissent la France pour bénéficier de notre solidarité !

   Au-delà, les jeunes français les plus entreprenants s'expatrient vers des horizons plus propices aux affaires (Erasmus, qui est une merveilleuse invention, contribue largement à cet effet pervers) quand les jeunes français les moins formés demeurent en France…
   Heureusement qu'il nous reste les touristes pour alimenter les caisses !

Jean-Claude Gouigoux